Geschichte
Die Abzeichen und Orden des 1. und 2. Weltkrieges gibt es in einigen Differenzierungen: Ehrenkreuze, Medaillen, Spangen, Ärmelschilder, Ärmelbänder und andere Abzeichen und Orden.
Doch Auszeichnungen dieser Art haben eine viel längere Geschichte: bereits im alten Griechenland und Rom wurden militärische Verdienste auf diese Art belohnt.
Abzeichen sind Zugehörigkeitssymbole in bestimmten Gruppen, so genannten Orden (lateinisch: ordo – die Gemeinschaft).
So unterschieden sich die jeweiligen Orden voneinander. Diese Abzeichen bedeuteten an sich noch keine Anerkennung, aber durch sie konnte eine Rangfolge in der jeweiligen Gruppe aufgestellt werden. Doch mit der Zeit wuchs das Ansehen eines Ordens und auch das Ansehen des Ranghöchsten. Man erstrebte die Aufnahme in die Gruppe, denn allmählich galt das Eintreten in eine solche als Belohnung und Auszeichnung.
Das Ansehen von Orden und Abzeichen stieg und unterschiedliche Institutionen machten Gebrauch von ihnen, z. B. auch die Kirche.
Das Eiserne Kreuz im 1. und 2. Weltkrieg
Das berühmteste deutsche Ehrenzeichen im 1. und 2. Weltkrieg wurde von Friedrich Wilhelm III. 1813 erschaffen: das Eiserne Kreuz (im Folgenden als EK bezeichnet). Es wurden damals nur sehr banale Materialien benutzt. Das schwarze Gusseisen stand beispielsweise für die ritterliche Pflichterfüllung, bescheidene Zurückhaltung und Genügsamkeit eines tugendlichen, preußischen Soldaten.
Man unterteilt dieses Kreuz in zwei Klassen. Das EK 2. Klasse wurde vielen Soldaten verliehen, es gilt heute als weniger wertvoll. Doch z. B. der Blücherstern gilt als sehr begehrenswert, da dieser Orden nur ein einziges Mal verliehen wurde.
Im 1. Weltkrieg ließ Kaiser Wilhelm II. eine neue Auflage herstellen: darauf waren ein großes „W“ (Kaiser Wilhelm II.) und die Jahreszahl 1914 zu sehen. Das EK 2. Klasse wurde von 1914 bis 1918 ungefähr 5 Millionen Mal verliehen, das EK 1. Klasse nur ca. 218.000 Mal.
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Das Großkreuz wurde an Kaiser Wilhelm II., Paul von Hindenburg, August von Mackensen, Leopold von Bayern und Erich Ludendorff vergeben. Generalfeldmarschall Hindenburg erhielt weiterhin den Hindenburgstern, der NUR ihm verliehen wurde.
Im 2. Weltkrieg waren in das EK das Hakenkreuz und die Jahreszahl 1939 eingraviert. Das EK 2. Klasse wurde 2,3 Millionen Mal vergeben, das EK 1. Klasse ca. 450.000 Mal. Das Ritterkreuz war in der Zeit von 1939 bis 1945 der höchste regulär verliehene Typ vom EK. Damit galt es als höchste militärische Tapferkeitsauszeichnung im damaligen Deutschland. Es wurde ca. 7.800 Mal verliehen. Das Großkreuz wurde ein einziges Mal vergeben, und zwar 1940 an Hermann Göring.
Weitere Abzeichen und Orden im 1. Weltkrieg
Ehrenkreuze im 1. Weltkrieg gab es für drei unterschiedliche Gruppen: Frontkämpfer, Kriegsteilnehmer und Witwen bzw. Eltern von gefallenen Kriegsteilnehmern. Man schätzt die Zahl dieser Ehrenkreuze auf um die 8 Millionen Stück.
Das Verwundetenabzeichen wurde 1918 von Kaiser Wilhelm II. für eine ein- oder zweifache Verwundung verliehen.
Auf dem kaiserlichen U-Bootskriegsabzeichen von 1918 war ein horizontaler Bootskörper zu sehen, dieser war von einem umwickelten Lorbeerkranz umgeben. Auf dem Kranz „saß“ die Krone der Hohenzollern.
Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften erhielten nach ihrer Ausbildung & bestandenen Prüfung das Abzeichen für Militär-Flugzeugführer. Das Zeichen ist oval und beinhaltet in der Mitte ein Schulflugzeug der deutschen Fliegertruppen. Auf der Oberseite des Ovals war wieder die Hohenzollern-Krone abgebildet.
Großherzog Friedrich August von Oldenburg stiftete das Friedrich-August-Kreuz und dieses war eine Auszeichnung für besondere Verdienste während der Kriegszeit.
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Das Oldenburger Verdienstkreuz war ein Haus- und Verdienstorden. Die Mitte des Kreuzes war blau emailliert, darauf standen die Initialen PFL des Stifters Herzog Peter Friedrich Ludwig und darüber die Herzogskrone. Der Wahlspruch „Ein Gott, ein Recht, eine Wahrheit“ war auf rot emaillierten Grund eingraviert.
Das goldene Kriegsehrenkreuz für heldenmütige Tat und das Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse ehrten herausragendes Heldentum, todesmutige Einzelkriegstaten, besondere Tapferkeit oder großartige Kriegsleistungen.
Weitere Abzeichen und Orden im 2. Weltkrieg
Ärmelschilder trugen Mitglieder der deutschen Wehrmacht, welche an Schlachten & Feldzügen teilgenommen hatten. Diese Schilder wurden am linken Oberarm getragen. Jedes Ärmelschild deutete auf einen anderen Kriegsabhandlungsort.
Panzerkampfabzeichen ehrten Soldaten der Panzertruppen und die jeweiligen Unterstützungstruppen. Man unterschied zwischen diesen Abzeichen in Silber, Bronze und weiteren höheren Abstufungen.
Voraussetzung für diese Beehrung war die Teilnahme an drei unterschiedlichen Kampfeinsätzen an drei ungleichen Tagen.
Sturmabzeichen waren Tapferkeitsabzeichen des deutschen Heeres.
Dafür musste man mindestens drei Tage lang an vorderster Front mit dem Gewehr in der Hand in drei Sturmangriffen integriert gewesen sein.
Die Nahkampfspange war die höchste infanteristische Auszeichnung, die Soldaten erhielten, welche sich in Nahkampfeinsätzen bewährt hatten.
Weitere Abzeichen und Orden im 2. Weltkrieg waren Verwundetenabzeichen, Ärmelbänder, Kriegsabzeichen der Kriegsmarine und der Luftwaffe, Ehrenpokale für besondere Kriegsleistungen, diverse Spangen und das Spanienkreuz.
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