Geschichte des Säbels
Säbel gehören zum Typus leichte Hieb- und Stichwaffe. Sie sind nur einseitig geschliffen und ein wenig gekrümmt.
Sie wurden vorrangig von der leichten Kavallerie genutzt. Ursprünglich stammt der Säbel aus dem indo-persischen Raum, im 1. Jahrtausend unserer Zeit wanderte der Verwendungsort von Asien über Nordafrika nach Europa.
Merkmal eines jeden Säbels ist der Handschutz. Dies kann ein Korb, der die gesamte Hand umschließt, ein einfacher Bügel oder eine Parierstange (Querstück zwischen Griff und Klinge) sein. Damit man den Säbel bequem bei sich tragen konnte, wenn man gerade nicht kämpfte, gab es für jeden Säbel eine Art Tasche, welches um die Hüfte gebunden wurde: das Portepee.
Geschichte der Ehrendolche
Ehrendolche gibt es seit mehreren Jahrhunderten und zeichnen besondere Gefälligkeiten wie Tapferkeit oder langen ehrenvollen Dienst aus.
Diese Ehrenwaffen waren besonders in Frankreich und Deutschland beliebt. Der deutsche Kaiser verlieh jene gern für wissenschaftliche Leistungen, beispielsweise an Offiziere der Kriegsakademie.
In Frankreich hieß diese Art von Auszeichnung Ehrenlegion. Sie galt als ranghöchste Belohnung.
|
|
Säbel & Ehrendolche im 1. Weltkrieg
Der Grabendolch fand Verwendung an der Front für die Soldaten, die in den Gräben lagen und auf den Gegner warteten. Er entstand erst in dieser Zeit, denn die Kämpfer waren im 1. Weltkrieg nur dürftig bewaffnet. Die langen Gewehre und deren Bajonette (auf den Gewehrlauf aufsteckbare Stoßwaffe) waren unhandlich für Nahkämpfe im Graben. So improvisierten die Soldaten und benutzten privat beschaffte Messer und Dolche.
Säbel & Ehrendolche im 2. Weltkrieg
Säbel & Ehrendolche wurden im 1. Weltkrieg nur wenig hergestellt, umso mehr Aufmerksamkeit bekamen sie jedoch im 2. Weltkrieg.
Bereits 1933 wurden die Sturmabteilung (nachfolgend als SA bezeichnet) und die Schutzstaffel (nachfolgend als SS bezeichnet) mit verschiedenen Dolchen ausgestattet. Diese Dolche sollten Ehrendolch-Charakter besitzen und von einer glorreichen Vergangenheit inspiriert worden sein.
Somit diente ein alter Dolch aus dem 15. Jahrhundert als Vorlage für den Entwurf der neuen Dolche. Hohe SA-Führer erhielten die ersten dieser Ehrendolche, welche zusammen mit der SA-Uniform getragen werden sollten. Damals war der Klingenhersteller Solingen für die Produktion zuständig, damit ging die regionale Arbeitslosigkeit rasch zurück.
Ein weiterer Ehrendolch im 2. Weltkrieg war der Röhmdolch. Dieser bedeutete eine weitaus höhere Auszeichnung. Sein Namensgeber war der Stabschef der SA Ernst Röhm. Er war auch für die Verleihung dieses Dolches verantwortlich.
|
|
Nur SA-Männer, die vor dem 31. Dezember 1931 in die SA eingetreten waren und seitdem ununterbrochenen Dienst leisteten, waren für den Röhmdolch trageberechtigt.
Ebenfalls im Jahre 1933 wurde der SS-Dienstdolch eingeführt. Der Dienstdolch M33 war für alle Dienstgrade gedacht, den Dienstdolch M36 trug nur der jeweilige SS-Führer. Auch für Männer der SA und der NSKK (Nationalsozialistische Kraftfahrkorps) gab es das Dienstdolch M33.
Der Luftwaffen-Dolch wurde von Offizieren, Unteroffizieren, Ingenieuren, Beamten, Fähnrichen und Mannschaftsdienstgraden der Luftwaffe getragen. Er wurde 1935 eingeführt.
Außerdem gab es für den Führer der jeweiligen Hitlerjugend einen Hitlerjugend-Führerdolch.
Den Säbel Eickhorn Nr. 1759 gab es silberfarbig und war für ganze Mannschaften gedacht. Den goldfarbenen Säbel trugen Offiziere.
Marine-Säbel wurden von Marine-Offizieren und –Unteroffizieren getragen. Marine-Säbel gab es schon seit 1923, sie wurden im Laufe der Jahre nur ein wenig verändert.
Weiterhin gab es Heeressäbel und Heeresdolche, Offiziersdolche, Löwenkopfsäbel, Fliegerschwerter und Fliegermesser, Mannschaftsdolche und andere Säbel und Ehrendolche im 2. Weltkrieg.
|